PLAAF J-10S Vigorous Dragon, Trumpeter

Galerie

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Bild: PLAAF J-10s Kanzel Bild: PLAAF J-10S Fotoätzteile Bild: PLAAF J-10S Decals 01
Bild: PLAAF J-10S Decals 02 Bild: PLAAF J-10S Bemalung 01 Bild: PLAAF J-10S Bemalung 02
Bild: PLAAF J-10S Bauanleitung 01
Muster:PLAAF J-10S Vigorous Dragon
Hersteller:Trumpeter
Maßstab:1/48
Erscheinungsdatum:Februar 2010
Autor:Rhino

Fazit Kurzform

Neuer Bausatz von Trumpeter in guter Qualität zu einem guten Preis.

Original/Geschichte

Das Programm begann in den frühen 1980er-Jahren, um neuen Kampfflugzeugen anderer Länder etwas Gleichwertiges entgegenzusetzen. Ursprünglich als reiner Abfangjäger entwickelt, wurden die Fähigkeiten später auch auf Luft-Boden-Einsätze erweitert.

 

Da das Flugzeug unter hoher Geheimhaltung entworfen und entwickelt wurde, sind viele Details unbekannt. Der Erstflug der J-10 (Jian-10) fand im Jahr 1996 statt, jedoch erlitt das Programm 1997 durch einen schweren Unfall einen Rückschlag. Daraufhin wurde die Konstruktion verändert und der neue Prototyp flog 1998, um das Testprogramm fortzusetzen. 2004 wurde das Flugzeug schließlich von den Luftstreitkräften der Volksbefreiungsarmee in Dienst gestellt. Derzeit sollen fünf Regimenter mit insgesamt 100 dieser Maschinen ausgerüstet sein.

 

Das J-10 wurde nur Pakistan zum Export angeboten, im April 2006 gab die pakistanische Regierung bekannt, dass sie 36 J-10 unter der Bezeichnung FC-20 in Dienst stellen wird.

 

Am 4. November 2008 wurden zwei J-10A der PLAAF auf der Zuhai Airshow 2008 ausgestellt. Beide Flugzeuge waren grau angestrichen, mit gelber Nummerierung und nicht einziehbarem Betankungsstutzen ausgestattet. Die J-10A zeigten dem Publikum Flugmanöver wie einen fast senkrechten Aufstieg direkt nach dem Start, 360°-Drehungen und Kurven.

 

J-10B

 

Am 9. Januar 2006 wurde in Jane’s Defence Weekly berichtet, dass sich eine fortgeschrittene Version des J-10 mit einem stärkeren Triebwerk, Schubvektorsteuerung, verstärkter Flugzeugzelle und einem Phased-Array-Radar in Planung befindet (Super J-10). Vermutlich startete diese Variante im Dezember 2008 zum Erstflug, im März 2009 tauchten erstmals Fotos im Internet auf. Auf ihnen zeigt sich ein veränderter Lufteinlass (Diverter-less Supersonic Inlet, wie bei F-35) für die Düse. Zudem soll die Maschine über ein Feuerleitsystem mit Weitwinkel HUD nach dem Vorbild der MiG-29 sowie Zielsensoren auf Infrarot- und Laserbasis aufweisen, die sich im Vergleich zur Radar-Zielerfassung schwerer orten lassen. Die Maschine entwickelt sich damit zum Mehrzweckjäger. Auf der Spitze der Heckflosse soll sich eine Anlage zum Stören feindlicher Ortungssysteme und über dem Triebwerk Sensoren zur Erfassung anfliegender Raketen befinden. [1]

 

Konstruktion

 

Das J-10 ist ein ein- oder zweisitziges Kampfflugzeug mit Deltaflügeln und Canards kurz hinter dem Cockpit. Es wird durch ein russisches AL-31-FN-Turbofantriebwerk von NPO Saturn angetrieben. Das Flugzeug hat ein konventionelles Seitenleitwerk. Der fast rechteckige Lufteinlass befindet sich unter dem Rumpf. Das Flugzeug besteht zu einem hohen Anteil aus Verbundwerkstoffen, der Pilot sitzt in einer tropfenförmigen Kanzel. Die Leistungsdaten entsprechen in etwa denen einer F-16, die Wendigkeit der J-10 ist vermutlich besser. Als Radar kommt ein KLJ-3 (Typ 1473) zum Einsatz.

 

Im November 2005 lieferte Russland die ersten AL-31FN-Triebwerke, die zweite Lieferung erfolgte Mitte 2006.

 

Zur Zeit wird in China allerdings ein eigenes Triebwerk entwickelt, das WS-10A Taihang mit 132 kN Schub, das möglicherweise bei späteren J-10-Versionen zum Einsatz kommen wird.

 

Avionik

 

Ein digitales, vierfach redundantes Fly-by-Wire-System unterstützt den Piloten beim Flug. Informationen werden durch drei Multifunktions-Flüssigkristalldisplays angezeigt. Die konstruktive Auslegung beinhaltet auch HOTAS.

 

Die Radarausrüstung der J-10 ist unbekannt, mögliche Kandidaten sind das russische RP-35, das israelische EL/M-2035 oder das chinesische JL-10A. Eine elektronische Störausrüstung ist vorhanden.

 

Versionen

 

  • J-10AS : Prototyp

     

  • J-10 /J-10A : Einsitziges Mehrzweckkampfflugzeug, Grundmodell

     

  • J-10S: Zweisitzer für Trainingszwecke und – möglicherweise – Bodenangriffe

     

  • J-10B: weiterentwickeltes Modell

     

                                    [ Qelle: www.wikipedia.de ]

Bausatz

Der Bausatz besteht aus 268 Teilen wovon ein Großteil auf die Waffen entfällt. Es ist auch ein kleiner mit sinnvollen Teilen bestückter Fotoätzbogen beigelegt.  Das Cockpit ist vollständig und sehr gut detailliert, die Gurte an den Schleudersitzen liegen als Fotoätzteile bei. Die Instrumente sind erhaben  dargestellt und auch in auch in einer Tiefe die das bemalen einfach macht, sieht einfach gut aus. Der Lufteinlauf geht durch den ganzen Rumpf bis zum Triebwerk und das kann sowohl mit geschlossenem wie auch mit offenen  Nachbrenner dargestellt werden und ist auch auf der Innenseite detailliert. Die Fahrwerke mitsamt Schächten und Klappen haben eine schöne gut ausgebildete Struktur und sehen sehr gut aus. Der Rumpf und die Tragflächen haben feine und scharfe Gravuren, aber eben mal wieder die Trumpeter  Nietenreihen, mal sehen wie es nach dem Lackieren aussieht. Die riesige Waffenpalette lässt wohl keine Luft-Luft Rakete aus dem modernen Chinesischen Arsenal aus, es sind insgesamt sechs verschiedenen Typen in jeweils zweifacher Ausführung und drei Zusatztanks in zwei verschiedenen Ausführungen und vier Bomben beigelegt. Die Kanzel ist glasklar, hat aber leider die Typische Mittelnaht die heute fast alle Blasenförmigen Hauben aufweisen und abgeschliffen werden muss. Die sauber und versatzfrei gedruckten Decals bestehen aus Chinesischen Hoheitszeichen und Zahlen, die Wartungshinweise sind auch für die Waffen komplett dabei. Die Farbangaben auf der farbig gedruckten Bemalungsanleitung sind für alle gängigen Farbhersteller angegeben, wie immer bei Trumpeter- vorbildhaft.

Fazit

Alles in allem liegt uns hier ein sehr gut gemachter Bausatz vor. Der neue Chinesische Fighter der vierten Generation ist hier noch recht unbekannt und somit ein Exot. Das Vorbild scheint nach Fotovergleichen recht gut getroffen zu sein, mal sehen was die Millimeterpolizei im Netz noch so sagt. Aufgrund der hohen Teileanzahl sollte für den Bau schon etwas Erfahrung vorhanden sein. Wer sich für nicht alltägliche Modelle interessiert ist mit diesem Bausatz gut bedient, gute Qualität zu einem guten Preis.